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Im Vergleich mit ihm wirkt selbst sein als ultraliberal verschrieener Vater Milton (der Nobelpreisträger von 1976) wie ein biederer Sozialdemokrat. Die Rede ist von David Friedman. Er hat den Liberalismus seines Vaters 1973 in dem Buch «The Machinery of Freedom» zu einem radikal-individualistischen Anarchismus weiterentwickelt. Dabei wird selbst die Privatisierung der inneren und äusseren Sicherheit ins Auge gefasst. Nun ist das in Amerika zum Kultbuch avancierte Werk auch in Deutsch unter dem Titel «Das Räderwerk der Freiheit» erschienen. Eine derartig scharfe Perspektive wie jene David Friedmans könnte überaus irritierend wirkend, wäre sie mit einer dogmatischen Geisteshaltung verbunden. Gerade dies aber vermeidet der Autor. Immer wieder versucht er, auch mit empirischen Beispielen etwa dem nichtstaatlichen Rechtssystem im mittelalterlichen Island den Realismus seiner radikalen Anschauungen zu betonen. Und so legt er Stück für Stück den Nutzen dar, den jeder hätte, würde man die Dinge nicht vom Staat, sondern von den Menschen selbst freiwillig erledigen lassen. Manchmal etwa im Falle der Landesverteidigung hat selbst er Zweifel. Dies ist ein Buch, das zum Nachdenken über das Äusserste einlädt.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
David Friedman hat den Liberalismus seines Vaters zu einem radikal-individualistischen Anarchismus weiterentwickelt.