Jetzt bei Amazon Prime anmelden und kostenlose Lieferung am nächsten Tag erhalten. Bereits Mitglied? Hier einloggen.

 

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
 
   
Alle Angebote
103 Angebote ab EUR 1,00

Möchten Sie verkaufen?
Hier verkaufen
 
   
Tell a Friend
Die katholische Kirche und der Holocaust: Eine Untersuchung über Schuld und Sühne
 
 

Die katholische Kirche und der Holocaust: Eine Untersuchung über Schuld und Sühne (Gebundene Ausgabe)

von Daniel Jonah Goldhagen (Autor), Friedrich Griese (Autor)
2.2 von 5 Sternen Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 24,90 Kostenlose Lieferung. Siehe Details.
Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 4 Tagen.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar. Zustellung durch .

103 Angebote erhältlich ab EUR 1,00

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch:

Hitlers willige Vollstrecker

Hitlers willige Vollstrecker von Daniel Jonah Goldhagen

2.9 von 5 Sternen (18) 
Briefe an Goldhagen

Briefe an Goldhagen von Daniel J. Goldhagen

Der Herr ist kein Hirte: Wie Religion die Welt vergiftet

Der Herr ist kein Hirte: Wie Religion die Welt vergiftet von Christopher Hitchens

4.2 von 5 Sternen (20)  EUR 17,95
Pius XII. und der Holocaust: Anatomie einer Debatte

Pius XII. und der Holocaust: Anatomie einer Debatte von Jose M. Sanchez

EUR 15,90
Jasenovac, das jugoslawische Auschwitz und der Vatikan

Jasenovac, das jugoslawische Auschwitz und der Vatikan von Vladimir Dedijer

5.0 von 5 Sternen (4)  EUR 18,00
Weitere Artikel entdecken : Bücher (11)

Produktinformation


Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion
Die katholische Kirche, allen voran der damalige Papst Pius XII., hat vor der Herausforderung des europäischen Faschismus im Allgemeinen und des deutschen Nationalsozialismus im Besonderen politisch wie moralisch kläglich versagt. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Denn darüber ist seit Ende des Zweiten Weltkriegs viel geforscht und geschrieben worden. Schon 1963 hat Rolf Hochhuth in seinem Stück Der Stellvertreter Pius XII. eindrucksvoll seiner Heiligkeit entkleidet. Mit der These allein, dass die katholische Kirche wegen ihrer unentschiedenen Haltung gegenüber den Nazis größte Schuld auf sich geladen hat, würde Daniel Jonah Goldhagen deshalb auf keine große Resonanz stoßen. Aber sein Buch wird großen Erfolg haben -- und zwar vor allem aufgrund der kalkulierten Provokation, die schon für den Erfolg des ersten Goldhagen-Buchs verantwortlich war.

Waren es in Hitlers willige Vollstrecker "die ganz gewöhnlichen Deutschen", die Goldhagen als die eigentlichen Schuldigen am Holocaust ausmachte, weil sie diesen nicht nur duldeten, sondern wollten, so sind es diesmal die gewöhnlichen (katholischen) Christen (nicht nur in Deutschland!), deren Glauben dem Holocaust ein theologisches Fundament lieferte -- und die sich aus religiösen Motiven auch aktiv an der Vernichtung der Juden beteiligten. Schließlich ächteten "die Christen" seit jeher "die Juden" als Mörder ihres Messias.

Die selbstgerecht vorgetragene Zweifellosigkeit, mit der Goldhagen für sein erhabenes Recht plädiert, von einer unangreifbaren Warte aus endgültig über Gut und Böse, Schuld und Verstrickung zu richten, provoziert gewiss. Dies wäre nicht weiter ärgerlich. Sie tut dies jedoch in einem Ausmaß, das eine vorurteilsfreie Lektüre des gesamten Buches vielen unmöglich machen dürfte. Denn nicht nur Christen dürfte die präventive Aggressivität aufstoßen, mit der der Autor vor allem in der 40 Seiten starken Einführung zu erwartende Kritik im Vorgriff moralisch zu diskreditieren versucht.

Dessen ungeachtet aber verdienen die These von einer theologischen Fundierung des Holocausts und die Goldhagen'sche Kritik der christlichen Dogmatik diskutiert zu werden -- auch dann, wenn man seinen Vorschlag, man solle das Neue Testament von antijüdischen Stellen reinigen, wohl eher befremdet belächeln wird. Deshalb zum Abschluss ein Hinweis: Wer sich mit dem Thema, nicht aber mit Goldhagen auseinander setzen will, dem sei die sehr viel unaufgeregtere, dafür aber besser recherchierte Studie Pius XII and the Holocaust: Understanding the Controversy von José Sánchez empfohlen. Die deutsche Übersetzung ist im Frühjahr 2003 bei Schöningh erschienen. --Andreas Vierecke

Kurzbeschreibung
Pius XII., Papst von 1939 bis 1958, soll selig gesprochen werden. Seit Jahren wird dieses Ansinnen vorangetrieben, das ursprünglich festgesetzte Datum musste jedoch bereits verschoben werden: Zu widersprüchlich sind die Aussagen über Pius' Verhalten während des Holocaust. Während die einen in ihm einen engagierten Helfer und sogar Retter der Verfolgten sehen, halten die anderen ihn für einen eingefleischten Antisemiten.

Daniel Jonah Goldhagen nimmt die Auseinandersetzungen um Pius XII. zum Anlass, die Haltung der gesamten katholischen Kirche zur Zeit des Holocaust einer längst überfälligen, kritischen Untersuchung zu unterziehen: Er zeigt, dass die Kirche und der Papst weit tiefer in den Verfolgungsprozess verstrickt waren, als man bisher angenommen hat. Die Kirchenführer waren über die Verfolgung der europäischen Juden genau informiert. Doch anstatt öffentlich dagegen Stellung zu beziehen und zum Widerstand aufzurufen, unterstützten sie die Verfolgung in vielerlei Hinsicht. Einige Kleriker beteiligten sich sogar am Massenmord.

Ausgehend von der historischen Untersuchung, wendet sich der Autor der zentralen Frage von Schuld und Sühne zu: Wie verhält sich die katholische Kirche, die moralische Instanz schlechthin, zu ihrer Verstrickung in den Holocaust? Goldhagen entwickelt Kriterien, anhand deren sich die schuldhafte Beteiligung der Institution wie des Einzelnen bewerten lassen. Er zeigt, dass die Kirche ihre Pflicht zur Sühne weder anerkannt noch erfüllt hat, und umreißt die Maßnahmen, die die katholische Kirche ergreifen müsste, um ihre Opfer moralisch zu entschädigen und sich selbst als Religion der Liebe und Güte zu rehabilitieren.

Alle Produktbeschreibungen