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Die nackte Wahrheit hinterm Notenschlüsselloch: Was Sie niemals über unsere grossen deutschen Komponisten erfahren wollten
  

Die nackte Wahrheit hinterm Notenschlüsselloch: Was Sie niemals über unsere grossen deutschen Komponisten erfahren wollten (Taschenbuch)

von Sabine Büssing (Autor)
4.0 von 5 Sternen Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

Verfügbarkeit: Erhältlich bei diesen Anbietern.

1 Angebote erhältlich ab EUR 8,40

Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Frieling Verlag Berlin (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3828012019
  • ISBN-13: 978-3828012011
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: #437.445 in Bücher (Die Bestseller Bücher)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Quicklebendig, 16. August 2003
Von Ein Kunde
Quicklebendige 160 Seiten. Sabine Büssing stellt pikante Lebenshinter- und abgründe elf deutscher Komponisten, von J. S. Bach bis G. Mahler, vor. Zwar frönt die Autorin ihrer gewaltig klingenden Vorankündigung, „in der folgenden Untersuchung werden wir Geheimnisse lüften, die transzendentalerer Natur sind: die Mysterien der schicksalhaften Verknüpfung von Leben und Werk", doch verpackt sie ihre Texte nicht in Elfenbein, sondern charmant, kriminalistisch, forschend; wie viel Fisch und wie viel Fleisch war Schubert, 31jährig, seine letzte Forelle verzehrend? Wieder und wieder lässt Büssing das Diabolische im Schaffen der Tonkunstmeister aufblitzen, zum Beispiel dichtet sie C. M. Weber in graziöser Weise einen Geist Samiel an, der in prophetischer Manier zur Seite steht, sie lässt „Wolfgang Mozart mit zwölf Jahren zum ersten Male das Zeitliche segnen" und ihn seine letzten 23 Jahre als magnetisierten Pralinennascher durchsausen, Mahler sei gar kein Mensch, sondern "Gott oder Dämon" gewesen. Büssing gibt in jedem Porträt „nackte", peppige, erfundene Wahrheiten drauf; so habe Beethoven sein Leben an „eine vom vielen Limonadentrinken herrührende Leberzirrhose" verloren, Schuberts Vita fasst sie zusammen als „eines echten Gourmets Leidensweg, vom ‚Roten Krebsen' bis zum ‚Roten Kreuz'". Der Musikkritiker wird bei diesen und anderen Passagen aufspringen, Büssing, selbstironisch, beschreibt das; allerdings ist die Autorin Musikkennerin genug, um zu wissen, wo sie verstellt, d. h. spielt, und wo sie, was sie nicht tut, entfremdet, überzieht. Büsssing spielt, -weil sie viel weiß; sie stellt Verknüpfungen her zwischen dem „pyknischem Charakter" im Körperbau Schuberts und Beethovens und dem „sogenannten asthenischen Habitus" Webers; elegant sind unscheinbare Unterscheidungen zwischen Mozart, dem Halbgott, und Weber, dem Halbmensch; Mahler habe sich bei seinen vielen Wohnungswechseln in Wien vom unsteten Beethoven inspirieren lassen. sie empfindet der Musik ihrer Künstler nach, sie verfasst das Heiligenstädter Testament Beethovens neu, sie „ergänzt" Webers Freischütz, sie nimmt Teil an der Entstehung der Partitur des Ungarischen Tanzes Nr.5 Brahms'. Wunderbar bizarre Panorama, vergnüglich, überdreht, neu.
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