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Mensen Ernst, 1795 im norwegischen Fresvik geboren, ist heute selbst in seiner Heimat so gut wie vergessen. Als Lauf- und Bewegungswunder durchmaß er sein Leben in Turbogeschwindigkeit. Schon als Junge hängte Mensen Hunde, die ihn verfolgten, mühelos ab. Der bigotten Bevölkerung galt er bald als Kind des Teufels. Einzig Skulberg, der neue Schulmeister und Pfarrer, wird für den quecksilbrigen Jungen zum Mentor und Wärmequell in froststarr frömmelnder Atmosphäre.
Als Kadett auf hoher See half ihm seine wunderbare Fähigkeit, feindliche Kugeln im Fluge zu erkennen und ihnen auszuweichen. Und doch sollte Mensen beim Untergang des Schiffes nicht nur Jan, seinen besten Freund verlieren, sondern das einzige, das ihm von seinem unbekannten Vater geblieben war: Eine Seemannskiste voll magischer Gegenstände, die Mensens Träume anfachten: Vor allem eine alte Karte, die zu den Quellen des Nils wies, wo der Vater verschollen war. Mensens Lebenszweck war formuliert. Nach Afrika sollten ihn seine starken Beine tragen.
Ähnlich der Naiven Malerei, mit nur wenigen Abstufungen, erzielt Buhl mit seinem kargen und schmucklosen Erzählstil einen fast märchenhaften Effekt. Gewissermaßen im Eiltempo werden wir Zeugen einer kuriosen Karriere. Mensen steigt zum Botenläufer an Europas Fürstenhöfen auf, wird von einem beutelschneiderischen Impresario wie im Hamsterrad in immer aberwitzigere Wettrennen geschickt, lernt im Bett der schönen Gwendolyn, dass Schnelligkeit nicht immer nur dienlich ist -- und nähert sich schließlich im Dauerlauf dem Ziel seiner Träume. Doch vor die Quellen des Nils haben die Götter noch die schöne Sklavin Rashida gesetzt. Mensen ist im wirklichen Leben angekommen. Schöner wie im Märchen. --Ravi Unger
Kurzbeschreibung
Ein Mann auf der Suche nach dem Ruhepunkt der Welt. Marc Buhl erzählt den Lebensroman des norwegischen Wunderläufers Ernst Mensen als eindringliche Reise zu sich selbst.
Ernst Mensen kann nic