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Produktbeschreibungen
Kurzbeschreibung
Die Chirurgie galt lange Zeit als das technisch-operative Fach der Medizin schlechthin. Den Chirurgen interessierte nur das Operationsfeld am Patienten, darüber hinaus bestenfalls dessen Vitalfunktionen. Psychische Aspekte wie Angst (beim Patienten wie beim Chirurgen!), Körperbildstörungen, Krankheitsverarbeitung, selbstschädigendes Verhalten usw. wurden nicht beachtet oder als "psychische Überlagerung" in andere Fachgebiete ausgegrenzt. Das prä- und postoperative Arzt-Patientenverhältnis blieb unberücksichtigt, mindestens unverstanden.
Dieses chirurgische Selbstverständnis ändert sich gegenwärtig grundlegend. Es gibt gesicherte Erkenntnisse über die Beeinflussung des postoperativen Heilungsprozesses und der Liegezeiten durch eine bessere psychische Betreuung des Patienten. In der Transplantationsmedizin gehört es mittlerweile zum Standardwissen, daß die Abstoßungsreaktion und die Funktion des Transplantats in enger Wechselwirkung mit dem psychischen Zustand des Patienten stehen. In der plastischen Chirurgie hat der Chirurg es immer wieder mit Körperbildstörungen zu tun, die auch durch wiederholte Eingriffe nicht zu beheben sind. Und Artefaktkrankheiten weisen darauf hin, dass menschliche Zuwendung oft nur über den prekären Umweg einer medizinischen, insbesondere chirurgischen Intervention gesucht werden kann.
Selbst wenn man das schon wusste, werden die gesammelten Erkenntnisse z.B. aus der Abdominalchirurgie, der Unfallchirurgie, der geriatrischen Chirurgie usw. in diesem Buch mit einem so klaren Praxisbezug präsentiert, dass endlich ein Umdenken im chirurgischen Alltag als konkrete Möglichkeit greifbar wird. So war es also höchste Zeit für dieses Buc