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Rechtfertigt die Spannung eigentlich alles? Sicher, Jeffrey Archer legt hier einen Thriller hin, den man passagenweise weghechelt wie ein Asthmakranker sein Atemspray. Aber sprachlich bewegt sich der Bestsellerautor dabei höchstens auf dem Niveau von RTL2-Nachrichten. Die Instrumentalisierung der Terroranschläge aufs World Trade Center als Ausgangssituation für eine wilde Hetzjagd von New York nach Kanada, London, Bukarest, Tokio und wieder zurück ist schlicht geschmacklos und die Geschichte gräßlich klischeebeladen. Dr. Anna Petrescu (überdurchschnittlich schön, sportlich, intelligent, edelmütig) wird in die Machenschaften des skrupellosen und kunstbesessenen Bankers Bryce Fenston hineingezogen, der seine Kunden nicht nur übers Ohr haut, sondern für ein wertvolles Bild ab und zu auch jemanden um die Ecke bringen lässt. Als ehemaliger Ceausescu-Scherge hat der Rumäne gute Kontakte zu einer der bösesten Personen der Welt, der blutgierigen Küchenmessermörderin. Diese jagt Dr. Anna und van Goghs "Selbstporträt mit abgeschnittenem Ohr" bis zum unvermeidlichen Happy End quer über die Kontinente und hinterlässt hier und da ein paar Leichen - die ebenso überflüssig sind, wie Archers sachkundig-belehrenden Ausführungen über Impressionismus. (kab)
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"Die Farbe der Gier ist eine nach allen Regeln der Kunst geschriebene Geschichte über die lebensgefährliche Jagd nach dem berühmten Bild, an der sich ein skrupelloser Finanzmakler, eine junge Kunstexpertin und ein FBI-Agent beteiligen. Archer leuchtet seine Akteure stets so aus, dass sich ihr Markantestes zu erkennen gibt, und er entwickelt einen Plot, der sich vom gemächlichen Anfang bis zum rasanten Ende steigert." (dpa)
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