Buch der 1000 Bücher
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Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Picknick am Wegesrand
OT Piknik na obotschine OA 1972 DE 1981Form Roman Epoche Moderne
Picknick am Wegesrand zählt zu den herausragenden Werken der Brüder Strugatzki, für Stanislaw R Lem vor allem wegen der gelungenen Wahrung des Geheimnisvollen.
Inhalt: Kosmische Besucher sind auf der Erde gelandet und hinterließen dort verseuchte Zonen. Die Herkunft der Besucher und ihre Absichten bleiben ungeklärt, doch haben sie in den Zonen unerklärlichen Gegenstände und Phänomene zurückgelassen, die von der irdischen Wissenschaft erforscht werden.
Der Protagonist, Roderick Schuchart, entwickelt sich im Verlauf des Romans vom Laboranten in der US-amerikanischen Filiale des Instituts zum »Schatzsucher«, der aus den Zonen außerirdische Objekte schmuggelt und verkauft. Bei einem seiner legalen Besuche der Zone kommt sein Freund und Vorgesetzter Kirill, ein Russe, ums Leben. Daraufhin gibt Schuchart seine Arbeit im Labor auf.
Bei einer illegalen Übergabe von Gegenständen wird Schuchart verhaftet. Zurück aus dem Gefängnis, versucht er mit Hilfe eines Jungen, dem Sohn seines Auftraggebers, die »goldene Kugel« zu finden, eine Maschine, die jeden Wunsch erfüllt. [...]
Aufbau: Der Roman ist in vier Kapitel unterteilt, wobei das erste sowie das dritte Kapitel wissenschaftlich-philosophische Diskussionen über den kosmischen Besuch enthalten.
Für Lem stützt sich der Roman auf zwei Konzeptionen: das ungelöste Geheimnis der Besucher deren Besuch ja lediglich nur ein Picknick am Wegesrand gewesen sein könnte, ohne die Situation eines ersten Kontakts oder einer Invasion. Die zweite Konzeption besteht in der abweichenden Reaktion der Menschen auf die angebliche Landung. Die Autoren zeichnen das düstere Bild einer Gesellschaft, die jegliche moralischen Werte verloren hat geblieben sind nur materielle Werte und Egoismus. Die Erkenntnis der Unbedeutendheit des Menschen, die Angst vor Unbekannten und Alltagsprobleme werden mit Alkohol betäubt. Die Zonen stellen jene Orte dar, an denen die Menschen ihrem Glück hinterherjagen. Die letzte Hoffnung wird in der Figur des Schuchart gezeigt: Obwohl er auch nach materiellem Reichtum strebt, versucht er doch alles für seine Familie zu tun. Am Ende erkennt er, dass sein Handeln falsch und sein Menschenopfer sinnlos waren.
Wirkung: In Picknick am Wegesrand wird der modernen Gesellschaft anhand des behandelten Invasionsthemas ein Spiegel vorgehalten. Nach der Vorlage des Romans drehte der russische Regisseur Andrej Tarkowski (193286) 1980 den Film Stalker (stalk = sich heranschleichen). Er verarbeitete darin den Gegensatz zwischen Naturwissenschaft und Glauben sowie die Zukunft der Menschen angesichts atomarer Bedrohung. Der Film beschreibt eine Reise ins Innere der Seele. V. M.
Kurzbeschreibung
Kosmische Besucher sind auf der Erde gelandet und hinterliessen dort verseuchte Zonen. Die Herkunft der Besucher und ihre Absichten bleiben ungeklärt, doch haben sie in den Zonen unerklärlichen Gegenstände und Phänomene zurückgelassen, die von der irdischen Wissenschaft erforscht werden. Der Protagonist, Roderick Schuchart, entwickelt sich im Verlauf des Romans vom Laboranten in der US-amerikanischen Filiale des Instituts zum >>Schatzsucher<<, der aus den Zonen ausserirdische Objekte schmuggelt und verkauft. Bei einem seiner legalen Besuche der Zone kommt sein Freund und Vorgesetzter Kirill, ein Russe, ums Leben. Daraufhin gibt Schuchart seine Arbeit im Labor auf. Bei einer illegalen Übergabe von Gegenständen wird Schuchart verhaftet. Zurück aus dem Gefängnis, versucht er mit Hilfe eines Jungen, dem Sohn seines Auftraggebers, die >>goldene Kugel<< zu finden, eine Maschine, die jeden Wunsch erfüllt. Um diese Kugel zu bekommen, opfert Schuchart den Jungen. In seiner Verzweiflung, nicht den richtigen Wunsch äussern zu können, wiederholt er die letzten Worte des gestorbenen Jungen. Danach bricht die Geschichte ab - das Ende bleibt offen.
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