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akd. Majgull Axelsson, eine der renommiertesten Journalistinnen Schwedens und seit ihren Romanen «Die Aprilhexe» und «Augustas Haus» auch eine der erfolgreichsten Autorinnen des Landes, schildert in ihrem dokumentarischen Débutroman «Rosarios Geschichte», der in Schweden bereits 1989 erschien, die Schicksale philippinischer Kinder, die allesamt Opfer von Gewalt, Sextourismus und Kinderprostitution werden ein erschütterndes Buch, das man am liebsten gar nicht zu Ende lesen möchte.
Axelsson hat ihren Roman auf Grund sorgfältiger Recherchen und dokumentierter Fälle geschrieben, wie im ausführlichen Epilog festgehalten ist, der auch Informationen zum politischen Hintergrund auf den Philippinen liefert. Majgull Axelsson gelingt es, in einer Sprache, die zugleich nüchtern und fesselnd, zutiefst teilnahmsvoll, aber nie sentimental oder moralisierend ist, das kurze Leben des Mädchens Rosario und anderer Kinder zu erzählen: mit ihren Träumen, Ängsten, kleinen Freuden, vor allem aber mit ihrer kalten und grausamen Wirklichkeit. Seit dem Erscheinen ihres Buches, von dem die Autorin im Vorwort sagt, «Meine Pflicht war es nicht, die Wirklichkeit erträglich zu machen. Meine Pflicht war es, sie sichtbar zu machen», hat sich glücklicherweise viel getan in Sachen öffentlicher Debatte und weltweiter Massnahmen der Unicef und anderer Hilfsorganisationen gegen Kinderprostitution und -pornographie in Asien und anderswo. Majgull Axelsson fängt in ihrem mutigen, engagierten Roman unterschiedliche Perspektiven ein diejenigen der Opfer, der Täter und der Umwelt und zeigt am Beispiel der Philippinen auf, wie verkettet die Mechanismen von Gewalt, Armut, Ausbeutung und Ignoranz auf politischer und auf familiärer Ebene sind. Mit «Rosarios Geschichte» verleiht die Autorin vielen namenlosen, Tag für Tag verkauften und für ihr ganzes Leben an Leib und Seele verletzten Kindern eine Stimme und gibt ihnen zumindest durch das Erzählen ihrer Geschichte ihre Würde zurück.
Kurzbeschreibung
Rosario Baluyot war nur elf Jahre alt, als sie starb. Das philippinische Straßenkind fiel dem stillschweigend geduldeten Sextourismus in Gestalt eines österrreichischen Arztes zum Opfer. Majgull Axelsson, eine der renommiertesten Journalistinnen Schwedens und seit ihren Romanen "Die Aprilhexe" und "Augustas Haus" auch eine der erfolgreichsten Autorinnen des Landes, hat Rosarios kurzes Leben rekonstruiert. Ihre Geschichte ist kein Bericht, der nackte Fakten präsentiert, keine schnelle Lektüre, die Absolution erteilt, kein oberflächliches Betroffenheitsbuch, das doch nur auf Voyeurismus setzt. Mit großem Einfühlungsvermögen erweckt die Autorin Träume und Sehnsüchte der jungen Rosario zum Leben, gibt ihr ihre Würde zurück. Ein bewegendes Buch, das sich wie ein Widerhaken festsetzt im Leser und noch lange nachhallt.
"Möge dieses Buch viele Leser finden!" Göteborgs-Tidningen
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