|
|||||||
Hinter blinden Fenstern von Friedrich Ani
EUR 19,90
|
Wer lebt, stirbt: Der Seher von Friedrich Ani
EUR 7,95
|
Ein Mann, ein Mord: Ein Kayankaya-Roman von Jakob Arjouni
EUR 8,90
|
Killing Giesing von Friedrich Ani
EUR 7,95
|
Sherlock Holmes. Der Hund von Baskerville von Arthur Conan Doyle
EUR 6,90
|
Produktinformation
Möchten Sie die Produktinformationen aktualisieren oder Feedback zu den Produktabbildungen geben?
|
Polonius Fischer ist anders. Nicht nur, dass er seinen Mitarbeitern während des gemeinsam eingenommenen Mittagessens vorliest. Auch seine Ermittlungsarbeit gestaltet sich eher ungewöhnlich. Weder interessiert in die Interpretation eines Tatorts sonderlich, noch beschäftigt er sich mit der Entwicklung von Täterprofilen. Die beteiligten Menschen interessieren ihn, der direkte Zugang zu ihnen, die Konfrontation im unmittelbaren Gespräch. So löst er seine Fälle, häufig zur nicht geringen Verblüffung von Kollegen und Vorgesetzten. Fischer war bereits einmal Polizist, bevor er den Dienst quittierte, in ein Kloster eintrat und Mönch wurde. Einige Jahre ging das gut. Dann verlor er Gott, vielmehr ging ihm die Kommunikation mit Gott verloren. Fischer entschloss sich, den Orden zu verlassen und ging zur Kriminalpolizei. Die Menschen sind für ihn der Schlüssel zur Aufklärung von Verbrechen, der Blick in ihr Innerstes, das Erkunden von Beweggründen, und weniger die lückenlose Indizienkette. Ich richte schon. Aber ich urteile nicht. sagt Fischer. Das Urteil fällen andere, und Fischer weiß, wie er sich als Polizist verhalten muss. Auch im Falle der toten Frau in der Tiefgarage stößt Fischer auf menschliche Tragödien, auf Vereinsamung und grenzenlose Verzweiflung. Und doch darf er keine Anteilnahme zeigen -- der Staatsanwalt erwartet eine eindeutige und geschlossene Akte von ihm. Er wird sie ihm liefern, obwohl er weiß, dass seine ganze Arbeit nichts als eine Annäherung an den Radius der Wahrheit ist und sein wird.
Kriminalromane handeln von Menschen in Not, sagt Friedrich Ani. Seine Krimis tragen diesem Bekenntnis eindeutig Rechnung. Wie in den Tabor-Süden-Romanen steht auch hier nicht aktionsgeladene Spannung im Vordergrund, sondern die intensive Auseinandersetzung mit Menschen und ihren Notlagen. Freuen wir uns, dass Ani mit einem großartigen Roman wieder zurück ist im Krimigenre. Er, der eigentlich keine Kriminalromane mehr schreiben wollte. Und dessen ganz besondere Krimis wir doch so gerne lesen. --Ulrich Deurer
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Gebundene Ausgabe
.
kulturnews.de
Nach etlichen preisgekrönten Tabor-Süden-Krimis hatte Friedrich Ani offiziell dem Krimi abgeschworen. Trotzdem beschert er der deutschen Krimilandschaft jetzt einen neuen Ermittler: Polonius Fischer ist ehemaliger Mönch mit imposanter Körpergröße. Fischer und sein Team, die "12 Apostel", bearbeiten das Verbrechen an einer Frau, deren Leiche in einer Tiefgarage gefunden wurde. Die Suche nach dem Mörder scheint bald erfolgreich. Doch dieser entpuppt sich zwar als Täter - allerdings hat er ein anderes Verbrechen begangen als das, was ihm zur Last gelegt wird. Also gehen die Ermittlungen in diesem vielstimmig, manchmal auch etwas langatmig komponierten Roman weiter. Ani geht es nur vordergründig um die Aufklärung eines Verbrechens. Daneben setzt sich sein Antiheld mit Gott und der Welt auseinander und gelangt so immer wieder zum menschlich Abtrünnigen. Es geht um Ethik und Moral, um Verantwortung für das eigene Leben - und das der anderen. (gks)
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Gebundene Ausgabe
.
Alle Produktbeschreibungen