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Schnappschuss: Ein Inspector-Challis-Roman von Garry Disher
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Vergeltung von Garry Disher
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Gier. Stern Krimi-Bibliothek Band 7 von Garry Disher |
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Es ist Weihnachtszeit im Peninsula District bei Melbourne. Nicht unbedingt die beste Zeit im Jahr für Inspector Challis, nicht nur, weil es unerträglich heiß ist, Buschfeuer drohen und das Wasser zu knapp zum Duschen wird. Die etwas verschlafene Provinzecke wird zudem geradezu von einer Welle von Verbrechen heimgesucht: Briefkästen werden angezündet und Bewohner bedroht, Einbrüche und Diebstähle häufen sich, zudem beschweren sich etliche Bürger über die übertriebene Härte einiger Streifenpolizisten. Noch schlimmer jedoch ist der Sexualmörder, der schon zwei junge Frauen auf dem Gewissen hat, und mit Challis ein grausames Katz-und-Maus Spiel treibt. Schon macht sich Panik unter der Bevölkerung breit, zumal die ehrgeizige Journalistin Tessa Kane, die pikanterweise Challis Geliebte ist, auch noch ihre Zeitung zum Sprachrohr des Killers macht. Schließlich muss Challis machtlos zusehen, wie die Tochter einer Kollegin zum nächsten Opfer zu werden droht.
Garry Disher begeisterte mit seinen Romanen über den Gangster Wyatt (Gier, Dreck) nicht nur in seiner Heimat Australien, sondern vor allem auch in Deutschland schon seit einiger Zeit seine Leser. In Der Drachenmann wechselt er zwar die Seiten, bleibt seinem Stil aber treu. Auch hier beeindruckt einmal mehr Dishers kompromisslose, sparsame und zugleich ungemein wirkungsvolle Prosa. Virtuos spielt der Autor mit den Reaktionen und den Erwartungen seiner Leser, ohne jedoch mit Spezialeffekten und melodramatischen Schockelementen zu blenden. Besonders gelungen ist die Verbindung aus Milieu-Studie und spannender Kriminalgeschichte; die Atmosphäre ist dicht, die Figuren sind ohne Ausnahme überzeugend dargestellt. Weil Disher seine Charaktere zeigt, ohne sie vorzuführen, und weil er auf schematisierende Moral verzichtet, wirkt sein Roman wie ein Seismograf der kleinen und großen Eruptionen, die unsere Gesetze und den Respekt voreinander erschüttern. --Peter Schneck
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Pressestimmen
"Ein sprachlich geschliffener und psychologisch differenzierter Polizeiroman, eine Art semidokumentarische Momentaufnahme