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Hunkeler macht Sachen
 
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Hunkeler macht Sachen (Gebundene Ausgabe)

von Hansjörg Schneider (Autor)
4.1 von 5 Sternen  (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 302 Seiten
  • Verlag: Ammann; Auflage: 3., Aufl. (August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3250104744
  • ISBN-13: 978-3250104742
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 13,2 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: #289.964 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung
Morde im Dreiländereck - Hansjörg Schneiders Roman «Hunkeler macht Sachen» Kein Zweifel, man muss ihn einfach mögen, diesen Basler Kommissär Hunkeler, der erneut in Teufels Küche gerät. Dabei heizt der Sechzigjährige am liebsten in seinem Elsässer Häuschen den Ofen ein, füttert die beiden schwarzen Katzen und schlüpft mit seiner Freundin Hedwig unter die rotweiss karierte Decke, sofern sie nicht gerade in Paris weilt. Eignet sich dieser Landmensch, den es aus dem Aargau in die Stadt verschlagen hat, eher als Protagonist für eine bukolische Idylle? Ist daher Schneiders Kriminalstory auch für schwächere Nerven bekömmlich? Beides muss man bestreiten, denn bald einmal serviert uns der Autor Leichen so zahlreich wie in Shakespeares Königsdramen. Seit dem 27. Oktober treibt ein Serientäter sein Unwesen in der Region Basel, und St. Johann gar, wo Hunkeler so gern im «Milchhüsli» seine Stangen Bier kippt, entpuppt sich als Wilder Westen der Humanistenstadt. Im kruden Sinn des Worts steckt Schlitzohrigkeit hinter den Untaten, schlitzt doch der Mörder stets das Ohr seines Opfers. Erst setzt Hunkeler, der natürlich auch diesmal recht eigenmächtig agiert und den Unmut des Staatsanwalts weckt, auf eine falsche Fährte, vermutet den Täter im Drogenmilieu, schliesst auch ein Beziehungsdelikt nicht aus. Schneider führt hier den galanten Albaner Ismail Binaku ein, der sich während der Untersuchungshaft in Kadarés Roman «Blutrache» vertieft, Hunkeler jedoch in einem unbewachten Moment spitalreif schlägt. Was machen Sie nur für Sachen?, muss der Kommissär immer wieder hören. Recht bedächtig findet er dennoch auf die richtige Spur, die ihn zurück in den Aargau führt, genauer nach Schinznach Dorf. Hier enthüllt sich ihm im Wirtshaus die Tragödie der Kinder fahrender Leute, die einst ihren Eltern entrissen worden sind und aus deren Kreis Opfer und Täter stammen. Weitere Informationen zum Schicksal der Jenischen liefert ihm eine Berner Bundesbeamtin. Schneider braucht immer wieder Zufälle. Selbst Meister Grimbart, der Dachs, muss einspringen, um die Handlung voranzutreiben. Mehr noch aber mindert ein Zuviel an Erklärungen Spannung und Glaubwürdigkeit. Auch mag sich ein ungutes Gefühl angesichts der Tatsache regen, dass ein beschämendes Faktum schweizerischer Vergangenheit – die menschenunwürdigen Aktionen des 1926 gegründeten Schweizerischen Hilfswerks für die Kinder der Landstrasse – als tragendes Element für einen Krimi verwendet wird. Auch an anderer Stelle riskiert Schneider Übergriffe: Im Restaurant Klingental nämlich lässt er die (real existierenden) Autoren Werner Lutz und Jürg Federspiel auftreten. Sind ihre Äusserungen zur eigenen Befindlichkeit als Schriftsteller in einem gewandelten literarischen Umfeld nun O-Ton oder reine Fiktion? Sowohl die eine wie die andere Version wäre zu delikat, um als Textpartikel eingesetzt zu werden. Neben solchen Einwänden indessen ist durchaus Positives zu vermelden. Schneider zeigt sich als Meister der Balance, weiss immer wieder ein aufkommendes Sentiment mit der nötigen Ironie zu vermählen. Seine Schauplätze kennt er wie kaum ein Zweiter, seine Figuren stecken voller Leben, und auch diesmal zaubert er mit leichter Hand und schwerem Herzen Stimmungen hin, dass man gleich mit Hunkeler im Nebel zu tappen und den November-Blues zu hören glaubt. Ja, eigentlich ist man doch diesem Kommissär gerade deswegen verfallen, weil er sich als Mann mit rauer Schale zum weichen Kern bekennt. Beatrice Eichmann-Leutenegger

Kurzbeschreibung
Es ist Ende Oktober, die Stadt Basel ist grau und naß wie im Dezember. Weil seine Freundin Hedwig für drei Monate nach Paris verreist ist, sitzt Kommissär Peter Hunkeler wieder einmal im verrauchten Milchhüsli und trinkt ein paar Feierabendbiere. Es ist schon früher Morgen, als er auf dem Heimweg dem alten Hardy begegnet. Hunkeler setzt sich zu ihm und raucht eine Zigarette. Aber der sonst so gesprächige Hardy bleibt unerwartet stumm. Seine Kehle ist eine klaffende Wunde. Medien und Stadtpolizei sind sich einig: hinter dem Mord steckt eine Schmugglerbande aus Albanien. Aber das ist Hunkeler zu einfach - mit seinen eigenen Methoden folgt er einer heißen Spur und wird prompt vom Dienst suspendiert. Er räumt sein Büro und setzt allein auf sein untrügliches psychologisches Gespür. Es führt ihn ins Basler Rotlichtmilieu und in dunkle, unbekannte Abgründe der Schweizer Vergangenheit. Kommissär Hunkeler ist längst eine Kultfigur. Und im Herbst 2004 kommt der rauhbeinige Individualist mit dem Charme eines Flaneurs auf die Leinwand: mit Mathias Gnädinger als kongenialem Spürhund in den Verfilmungen von Das Paar im Kahn und Tod einer Ärztin.

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