Pressestimmen
"Wer sich in Zukunft mit dem bundesdeutschen Konservativismus beschäftigt, wird an diesem Band schwerlich vorbeikommen." (H-Soz-u-Kult, 28. Februar 2008)
"Der Jurist Ernst Forsthoff war Carl Schmitts ergebener Musterschüler und lebenslanger Gesprächspartner. Er klagte über die Dummheit der Linken und den Rückzug des Staates. Und er war ein Vordenker der Biomacht. (...) Der nun edierte Briefwechsel zwischen Schmitt und seinem Meisterschüler eröffnet die Gelegenheit, mehr darüber zu erfahren, was Forsthoff gelernt hat, als er zu Schmitts Füßen saß." (Literaturen, Heft 04/2008, S. 20)
Kurzbeschreibung
Die Edition präsentiert den Briefwechsel zwischen zwei bedeutenden Juristen des Öffentlichen Rechts: Ernst Forsthoff ( 1902-1974) und Carl Schmitt (1888-1985). Sie umfaßt 359 Dokumente, 218 Briefe von Forsthoff, 141 von Schmitt. In einem schriftlichen Gespräch über fast ein halbes Jahrhundert hinweg tauscht man sich über das eigene Fach, über Theorien und Publikationen der Kollegen, über den wissenschaftlichen Nachwuchs, über die eigene Karriereplanung und über den beruflichen Lebenslauf von Fachgenossen aus, dabei gelegentlich die Grenze zum akademischen Klatsch überspringend. Daneben steht die Beobachtung der politischen Entwicklung, vor allem in der jungen Bundesrepublik Deutschland, die oftmals kritisch-konservativ gemustert und kommentiert wird.In der Einleitung gehen die Herausgeber im Wesentlichen auf die Biographie von Ernst Forsthoff ein, da zu ihm bisher kaum einschlägige Studien vorliegen. Viele Einzelheiten werden in dem Sachkommentar erläutert, der jedem Brief beigege
ben ist.
Forsthoff verleugnete nie, daß Schmitt sein akademischer Lehrer gewesen ist. Diese Haltung brachte ihm manche Anfeindungen ein. Der Briefwechsel dokumentiert zunächst das akademische Lehrer-Schüler-Verhältnis, nachdem Schmitt und Forsthoff sich erstmals 1923 in Bonn begegnet waren, wo Forsthoff 1925 bei Schmitt promovierte. Der Briefwechsel bricht im Dritten Reich fast völlig ab und wird von Forsthoff erst anläßlich von Schmitts 60. Geburtstag 1948 wieder aufgenommen. Er erstreckt sich dann als ein Gespräch unter gleichen bis zum Tode Forsthoffs im August 1974.
Alle Produktbeschreibungen