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Fest hingegen steht, dass sowohl Heidenreich als auch Schroeder je eine Geschichte über die skurrile Plastik geschrieben haben, und man merkt beiden Autoren an, wie viel Spaß sie dabei hatten. Die Texte umrahmen die restlichen Erzählungen, und sie meistern ihr Thema so mühelos wie die beiden Vierbeiner ihre artfremde Aufgabe: Heidenreich macht den Anfang, indem sie eine Dreiecksgeschichte um eine Erzählerin im Panzerknacker-Outfit, deren Freund Walter (im Bärenkostüm!) und einen ehemaligen Liebhaber inszeniert, der zur Karnevalszeit mit dem Orient-Express samt einem Geschenk für eine Minute am Kölner Hauptbahnhof einen Zwischenstopp macht. Am Ende dann erzählt Schroeder von der Recherche eines trägen Sportjournalisten, die ihn zu der Biografie der rudernden "Kracht-Zwillinge" zu DDR-Zeiten führt. Aus deren Besitz klaut der Sportjournalist schließlich die rudernden Hunde. Auch wenn seine Frau für die Herkunft der Bronze eine ganz andere Erklärung hat, die ihrerseits wieder auf den Anfang des Buchs verweist.
Derart hintergründig, intelligent, witzig und leichtfüßig kommen alle Erzählungen des Bands daher. Rudernde Hunde ist ein fulminanter Zweier ohne Steuermann. Denn so sicher bewegen sich Heidenreich und Schroeder im Fahrwasser des jeweils anderen, dass eine klare Linie überall auch ohne den leitenden Eingriff dritter erkennbar ist. --Thomas Köster
Perlentaucher.de
Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 21.09.2002
Völlig daneben findet Martin Z. Schröder dieses Hörbuch (und auch die gleichzeitig erschienene Printversion) mit Geschichten von Elke Heidenreich und ihres Freundes Bernd Schroeder und gibt gleich im ersten Satz ein recht unfreundlichen Kommentar zur Relevanz der vorgetragenen Anekdoten ab. Es handelt sich seiner Meinung nach um Geschichten, "die sie sowohl erlebt haben wollen als auch sich auszudenken für brotnötig halten" und würde man sie klassifizieren wollen, wären es "verschmitzte Schmunzel- und Schalkgeschichten, also so etwas wie Buttercremetorte mit Schlagsahne", so Schröders recht genussfreier Kommentar. Kurz und gut, er hält dieses Hörbuch einfach für überflüssig und das wird auch nicht dadurch besser, dass die Autorin ihre eigenen Texte liest.
© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.