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Regel Nummer 1: Lass dich nicht erwischen. Regel Nummer 2: Streite alles ab. Regel Nummer 3: Traue niemandem. Klingt spannend. Doch die gut 500 Seiten verlangen viel Geduld. Der Roman "Teuflisches Genie" von Catherine Jinks braucht ziemlich lange, um Fahrt aufzunehmen und bleibt dabei merkwürdig blass. Die Figuren entwickeln wenig Tiefe, allen voran der vierzehnjährige Cadel, der nach dem Wunsch der Autorin die Weltherrschaft anstreben soll, eigentlich aber eher der nette, sympathische Junge von nebenan ist. Natürlich, Cadel ist ein Genie, beherrscht den Computer wie kaum jemand anderes, doch "teuflisch" in einem richtig fiesen, diabolischen Sinn ist er nicht. Kurzum, aus dieser Differenz wird für die Handlung zu wenig gemacht. Und so entwickelt die Autorin mit festem Blick auf die Tatsache, dass noch zwei weitere Teile folgen sollen, diese Geschichte, die den Leser mit zahlreichen Fragen zurück lässt. Ob nach diesem ersten Teil allerdings noch der Wunsch besteht, sich durch weitere gut 1000 Seiten zu wühlen, ist fraglich. (rs)
Kurzbeschreibung
Mit sieben Jahren lernt Cadel, wie man sich in Computernetzwerke hackt. Mit acht legt er schon ganze Städte lahm. Und mit vierzehn beginnt er seine Ausbildung am AXIS-Institut, wo Spionage, Sabotage und Giftmord auf dem Lehrplan stehen. Sein Ziel: eines Tages die Weltherrschaft an sich reißen und damit den Traum seines Vaters erfüllen, eines ebenso brillanten wie eiskalten Verbrechers. Da gibt es nur ein Problem: Cadel soll durch und durch böse sein - und ist eigentlich ein richtig netter Junge ...
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